Antwort (vom 12.05.09) des Schulleiters auf unseren offenen Brief

Sehr geehrter Herr G.,

in Ihrem Offenen Brief vom 30.04.2009, der bei uns am 04.05.2009
eingegangen ist, kriti- sieren Sie deutlich die an unserer Schule
vorgesehene Informationsveranstaltung der Bun- deswehr.

Wir, d.h. Lehrerkollegium und Schulleitung, nehmen Ihre Äußerungen
ernst und setzen uns damit auseinander, auch wenn wir weder Ihre
Bewertungen der Informationsveranstaltung an sich, noch die der Rolle
der Bundeswehr noch die der Intention unserer Schule teilen. Im
Einzelnen darf ich Ihnen zu der Veranstaltung Folgendes mitteilen: 

1. Die Vorträge der Bundeswehr finden als allgemeine
Informationsveranstaltung statt. Wir behandeln im Sozialkundeunterricht
die Werte unseres Staates, seine Organe sowie Fragen der
Internationalen Politik. Die Bundeswehr ist das im Grundgesetz
verankerte Verfassungsorgan unseres Staates, dessen Auftrag in Politik
und Bevölkerung aner- kannt ist. Unsere Zielsetzung ist es, eine offene
Diskussion in der Schülerschaft über die Fragen von Wehrdienst und
Verteidigungspolitik anzustoßen. Auch die Schülervertreter sind in
diesen Diskussionsprozess aktiv eingebunden. 

2. Es ist für eine Schule nicht ungewöhnlich, dass externe Fachleute
Vorträge zu Themen halten, die für die politische Bildung als wichtig
erachtet werden. Wir haben als Schule Kontakte zu den verschiedensten
Institutionen aus Staat und Gesellschaft, wie zum Beispiel den Kirchen,
der Arbeitsagentur, dem DGB, der Verbraucherzentrale, verschie- denen
Wohlfahrtverbänden und anderen, deren Referenten bei uns Vorträge
halten. Gerade von der unmittelbaren Begegnung unserer Auszubildenden
mit Vertretern sol- cher Institutionen versprechen wir uns, dass sie
sich motiviert und kritisch mit den je- weiligen Aussagen und Absichten
auseinandersetzen und es ihnen gelingt, sich eine ei- gene Meinung zu
gesellschaftlichen Diskussionen zu bilden. Unsere SchülerInnen sind für
einen solchen Prozess der Meinungsbildung reif und mündig.

3. Dass unsere Schülerinformation nicht einseitig auf die Bundeswehr
ausgerichtet ist, zeigt sich darin, dass wir im Rahmen des
Religionsunterrichts auch Vorträge über Wehrdienstverweigerung bzw.
Zivildienst durch einen Beauftragten der Erzdiözese Mün- chen und
Freising anbieten. Unser pädagogisches Ziel ist es, die SchülerInnen zu
stärken, damit sie ihre wichtigen Lebensentscheidungen informiert und
bewusst treffen. Wir werden uns auch weiterhin mit den verschiedenen
Aspekten und Konzepten der interna- tionalen Friedensicherung
beschäftigen.

Mit freundlichen Grüßen


Huber, OStD
Schulleiter
































































































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